Liebe Leser?


Verzeihung, liebe Lesende! Bevor aus Kunden und -innen Kaufende oder Dienstleistungsnutzende werden, bevor aus Köchen vielleicht vor Wut kochende Kochende werden, verweigere ich mich dieser Folterung der Sprache und ähnlichen nutzlosen Dummheiten.

Wer den Partizip Präsens als Lösung sieht, hat dabei nicht viel studiert. Etwas sein und etwas tun ist nicht gleich. Ein Student ist ein Student, auch wenn er gerade nicht studiert. Der (oder die?!) Studierende ist aber kaum studierend, während er oder sie trinkend feiert oder schnarchend schläft.

Es ist für mich selbstverständlich, dass – wenn nicht ausdrücklich bestimmt – immer und überall Frauen und Männer (und meinetwegen auch Unentschiedene) gemeint sind.

Die Frau ist auch ein Mensch. Der Mann ist auch eine Person. Das Kind ist keine Sache. Ein Wort ist ein Wort – kein Kampfmittel für übertriebene Gleichstellung oder für übertriebene Betonung unwichtiger Unterschiede.

Angebote, die man ablehnen kann


Woran lassen sich wirklich gute Angebote erkennen? Daran, dass man sie ablehnen kann und dafür nicht bedrängt, nicht bestraft wird.

Soll man daher als Anbieter, als Unternehmer auf jede Hartnäckigkeit bei der Kundengewinnung verzichten? Ja, wenn Hartnäckigkeit nur die Wiederholung eines bereits abgelehnten Angebotes ist. Gegen verbesserte Angebote ist nichts zu sagen, falls die Verbesserung wesentlich ist – einfach nur den Preis senken ist eine schwache Leistung, die sollte man als Unternehmer seiner Bilanz und seinem Stolz möglichst nicht antun.

Was aber, wenn ein an sich gutes Angebot nicht als solches erkannt wird? Tja, dann hat der (potentielle) Kunde etwas verpasst. Selber schuld. Der erfolgreiche Anbieter muss darüberstehen können und sein Angebot nicht aufdrängen – erst recht nicht jenen, die ein gutes Angebot nicht zu erkennen wissen. Voraussetzung für solche «Überheblichkeit» ist allerdings, dass das Angebot fachmännisch und menschlich optimal gemacht wurde. Hat der Anbieter schlecht kommuniziert, ist nicht der anvisierte Kunde schuld, sondern der Anbieter selbst. Darum ist Hartnäckigkeit an einer Stelle zu empfehlen: bei der ständigen Verbesserung eigener Marketing- und Kommunikationskompetenzen!

Heisse Luft um heisse Luft


Über was kann man immer reden, ohne sich unbeliebt zu machen? Über das Wetter.

Über was kann man nicht reden, ohne sich unbeliebt zu machen? Über das Klima. Es sei denn, man folgt der Linie unserer europäischen Regierungs- und Regulierungsmachthaber.

Nein, es würde natürlich auch mir nichts ausmachen, im Gegenteil, wenn effiziente neue Energiequellen (inkl. Kernenergie!) erforscht und gefördert werden, womit unsere Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle vermindert wird, die Umweltbelastung sinkt und zukunftsorientierte Technologien entwickelt werden.

Was mich aber anwidert, ist die hinterhältige Panikmache der – hauptsächlich europäischen (auch schweizerischen) – Eliten, mit der Anmassung, Bescheid zu wissen, den Bürger mit schlechtem Gewissen, Lenkungsabgaben und Steuern belasten zu dürfen, um staatlich geregelt das Wetter zu ändern, die Welt zu retten.

Mit der «Energiestrategie» lässt sich grossartig politisieren, also hauptsächlich manipulieren und kassieren.

Nachdem jeder einen FCKW-freien Kühlschrank kaufte und Wagen mit Katalysator oder Partikelfilter ausgerüstet wurden, ist Zeit für Neues. Also ist Diesel endgültig böse und nur Autos, die schwere Batterien mitschleppen, sind gut. Bis auf Weiteres.

Es wäre ja im Prinzip richtig, ein mögliches grosses Unheil zu verhindern zu versuchen durch Leistung tragbarer Opfer. Das Thema wird aber nicht so präsentiert und zur Lösungsfindung gebracht. Vielmehr wird der Mensch (der Bürger) als Schuldiger belehrt, bekehrt und zum Ablass bewegt. Der Bürger wird nicht als Partner respektiert. Resultat: Misstrauen, Trotzhaltung, Verschwörungstheorien, Trump.

Doch der deutsch-europäische Musterbürger nickt weiter brav auf Weisung der Obrigkeit und suhlt sich mit der Hoffnung, ein guter Mensch – ja nicht Gutmensch! – zu sein.